Samstag, 21. Oktober 2017

Haselnuss-Tarte mit Birnen // gluten- und zuckerfrei


Die letzten Tage hat der Altweibersommer hier in der Gegend noch mal alles gegeben - goldene Blätter, orangerotes, raschelndes Laub auf den Wiesen, das Blau des Himmels, wie es nur im Herbst ist, angenehm wärmende Sonnenstrahlen, dunstige Berge am Horizont, eine laue Brise und die Gewissheit, dass diese Welt einfach schön ist. Wenn ich in so einer Stimmung bin, also einfach froh hier und jetzt zu leben, überkommt mich jedes Mal die Lust, durch die Küche zu wirbeln und wunderbar herbstliche Dinge zu zaubern. So ist auch diese saftige Haselnuss-Tarte mit Birne entstanden, die - wie sollte es anders sein - glutenfrei und wahlweise zuckerfrei ist.

Ich süße ja nur noch mit Xylith, sowie Honig oder Agavendicksaft - aber natürlich könnt ihr sehr gerne auch normalen Zucker verwenden! Das ist das Schöne am Xylith: Die Süßkraft entspricht ziemlich genau der von Zucker und ihr könnt es problemlos austauschen. 
Den Mürbeteig für den Boden habe ich nach diesem Rezept zubereitet - war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig recht mehlig schmeckt. Wenn ihr einen besseren bzw. einen glutenfreien Lieblings-Mürbeteig habt, lässt es mich sehr gerne in den Kommentaren wissen! :)
Ansonsten könnt ihr denke ich auch einfach eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, wie ihr sie inzwischen in den meisten Supermärkten bekommt.


Haselnuss-Tarte mit Birnen
inspiriert durch dieses Rezept

Zutaten
115 g Butter, zimmerwarm
100 g Xylith
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
110 g Haselnüsse, gemahlen
1 EL Maisstärke
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
5-6 kleine Birnen
2 Handvoll Haselnüsse, ganz

Zubereitung
1. Den Mürbeteig zubereiten und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Dafür habe ich dieses Rezept verwendet, war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig mehlig bleibt.
2. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
3. Die weiche Butter mit dem Xylith cremig schlagen. Wenn eure Birnen sehr süß sind könnt ihr gerne auch etwas weniger Süßungsmittel verwenden.
4. Das Ei und den Vanilleextrakt hinzugeben und für eine weitere Minuten schlagen.
5. Die gemahlenen Haselnüsse mit der Stärke, dem Salz und dem Zimt vermischen und unter die feuchten Zutaten heben.
6. Die Tarteform fetten, mit dem Mürbeteig auskleiden, die Füllung hinein geben und diese glatt streichen.
7. Die Birnen entkernen und in feine Streifen schneiden. Auffächern und in die Füllung drücken.
8. Die Haselnüsse grob hacken und auf der Tarte verteilen, leicht andrücken.
9. Für 30-35 goldbraun backen und vor dem Genießen vollständig abkühlen lassen.



Abgesehen vom Mürbeteig finde ich die Tarte einsame Spitze! Die Kombination Haselnuss und Birne ergibt einen richtig tollen Geschmack - das Nussige harmoniert mit dem Süß-fruchtigen wunderbar. Das Rezept reicht übrigens für eine normale Tarteform, ich habe eine etwas kleinere genommen und daher zusätzlich noch eine Mini-Tarte backen können.


Alles Liebe für euch und bis ganz bald,
Eure Selina 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln // gluten- & zuckerfrei


Endlich ist meine Lieblingsjahreszeit wieder da und mit ihr kam eine unbändige Lust, zu backen. Während es mir im Sommer viel zu warm ist, um mich in die Küche zu stellen und ich mit Him- und Heidelbeeren meinen Süßes-Jieper stillte, inspirieren mich Kürbis, Maronen und Co. jetzt endlich wieder den Schneebesen zu schwingen und den Ofen anzuheizen.
Den Anfang macht heute dieser cremig-süße Kürbis-Käsekuchen mit knusprigen Zimtstreuseln. Der ist zwar nicht vegan, dafür allerdings glutenfrei und wer mag auch zuckerfrei.

Still war es hier auf dem Blog übrigens wegen diesen zwei Begriffen: glutenfrei und zuckerfrei. Nachdem ich schon mein Leben lang Probleme mit der Haut habe, wurde jetzt endlich (nach dem dröflten Hautarztbesuch) festgestellt, dass ich eine Form der Rosacea habe. Fast alle Ärzte schmetterten meine Frage danach, ob es auch an der Ernährung liegen könne ab. Irgendwann war es mir allerdings zu dumm: Ich fing an, selbst auszuprobieren was meiner Haut gut tat und was passierte, wenn ich bestimmte Lebensmittel aß. Entsprechend habe ich - wie auch schon im letzten Post erwähnt - meine Ernährung umgestellt und verzichte seit mehreren Monaten komplett auf raffinierten Zucker sowie Weißmehl. Seither hat sich meine Haut drastisch verbessert.


Doch wie vereinbart man so etwas mit einem Backblog? Auf dem sich alles um Zucker, Mehl und Butter dreht? Ich bin ganz ehrlich: Mir widerstrebte es zunächst sehr, mich mit all den anderen auf die "Healthy"-Schiene zu begeben, da dies teilweise schlichtweg zu einem Trend geworden zu sein scheint. Aber mir fehlte das Backen, das Bloggen, das Schreiben und das Fotos machen. Ich wollte den Blog wieder aktiv betreiben und ohne schlechtes Gewissen oder Reue leckeren Kuchen essen.
Nachdem ich also lange Zeit hin und her überlegt habe, habe ich endlich einen Entschluss gefasst: Dieser Blog liegt mir am Herzen und er spiegelt mich wieder, schon seit ich ihn begonnen habe. Wenn also die Person, die dahinter steht, sich verändert hat - dann muss es der Blog auch tun.


Was ich damit sagen möchte: Ich mache jetzt keinen auf "healthy" und "raw" und "vegan", sondern backe und poste das, was mir gefällt und vor allem das, was ich selbst auch essen kann! Ich folge damit keinem Trend, ich folge dem, was mein Körper mir sagt - was er essen möchte und was ihm nicht gut tut. Und daher gibt es hier nun das erste Rezept aus dieser neuen Richtung:
Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln in gluten- und zuckerfrei!



Zutaten

Boden & Streusel:
200 g Mandeln, gemahlen
40 g Reismehl
50 g Xylith
50 g Haferflocken
1 TL Zimt
1 TL Vanille, gemahlen
50 g Butter, kalt

Käsekuchen:
450 g Frischkäse, doppelrahmstufe, zimmerwarm
100 g Xylith
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
140 g Kürbispüree*
1/2 TL Zimt

Zubereitung

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2. Für den Boden und die Streusel alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
3. Die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten. Kalt stellen.
4. Für den Käsekuchen den Frischkäse mit dem Xylith cremig rühren.
5. Die Eier einzeln hinzugeben, dazwischen stets gut verrühren. Den Vanilleextrakt ebenfalls einrühren.
6. Zuletzt das Kürbispüree und den Zimt untermischen.
7. Eine eckige (Brownie-)Form fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
8. Die Hälfte der Streuselmasse als Boden in der Form andrücken.
9. Die Käsemasse darauf geben und glatt streichen, darauf die andere Hälfte der Streuselmasse gleichmäßig verteilen.
10. Für 45-50 Minuten im heißen Ofen backen, anschließend vollständig erst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank auskühlen lassen.

*Kürbispüree könnt ihr ganz einfach selbst machen, indem ihr den Kürbis wascht, halbiert, entkernt und mit den geschnittenen Flächen nach unten auf ein Backblech legt - dann bei 175°C für 35-40 Minuten backen oder bis er weich ist!



Für alle die Käsekuchen lieben, ist dieser Kuchen genau richtig! Er ist wunderbar cremig und weich, zimtig und herbstlich und die knusprigen Streusel machen das Geschmackserlebnis komplett. Dadurch, dass Boden und Streusel aus dem selben Teig gemacht werden, ist der Kuchen dazu in null komma nichts angerührt - dann gilt es nur noch, sich zu gedulden, bis er abgekühlt ist. Ich jedenfalls bin einfach nur zufrieden und gönne mir nun noch ein Stückchen davon - ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen!



Eure Selina (die einfach glücklich ist, dass sie endlich wieder bloggen kann!)

Macht's gut und habt eine schöne Zeit :)